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Die Overkill Berlin History

Postet by Ashweiler on 03. March 2018.


Die Overkill Berlin History

Wir haben die Geschichte des legendären Webshops Overkill.de gefunden, von den Anfängen einer einfachen Graffiti Website für den jungen shop und der ersten Magazinen in Berlin für Graffiti writing bis hinzu einer der grössten Streetstore Läden für Graffiti, Sneaker, clothing in Berlin - Kreuzberg. Wir haben die volle Geschichte hinter dem Werdegang: Fototouren, Unterstützer und der Weg zu den ersten Magazines. Auch Ruzd 79 von der DRM Crew kommt kurz vor. Out now!

 Die Geschichte von Overkill...

...ick loof da so die Line lang

Es waren mal zwei Writer in Berlin die so ca. um 1988 mit dem Writen anfingen. Während ihrer ersten Jahre fingen sie dann an unendlich viele Fotos zu machen. Sie fotografierten einfach alles, was ihnen vor die Linse kam und was nur ansatzweise einem breitem jucigen Marker oder einer Sprühdose entsprungen war. Der erste Fotoapparat der dazu benutzt wurde, war so eine kleine Agfa Kamera (so im James Bond Style nur halt etwas größer), die man so in sich zusammen schiebt und die dann so 'nen ritsch-ratsch Sound machte und die so 'ne ganz komische Filmpatrone zum einlegen hatte - wisst ihr welche gemeint ist? Der Fotoberg wuchs unaufhörlich! Örtliche Schlecker Filialen machten pleite, weil zwei verrückte sogar einmal mit einer Sporttasche 36 fette 13 x 18 Fototaschen auf einmal rackten und so 'ne Dinger...

Dann kam 1991 die erste "On the Run" raus, das erste Writer Magazin von dem man bis dahin gehört hatte - und das hat Über-geflasht! Da waren so freshe Pieces von Rens, Sek und Bates aus Kopenhagen und krasse Wholecars drin, dass einer der beiden sofort nach Kopenhagen fuhr um diese Typen kennen zu lernen und mit ihnen zu mullern. Er lernte dann tatsächlich Rens kennen und der schenkte ihm einen großen Haufen Fotos aus New York, Australien, Amsterdam etc. In Kopenhagen und Stockholm, wo auch noch mal schnell vorbei gecruised wurde, sind dann noch einmal so unnormal viele Fotos gemacht worden, dass wieder zwei Drospa, sieben Schlecker und 29 Kaisers Drugstore daran zu Grunde gingen. Rudis beste Schlampe gab's damals noch nicht!

1992 Zurück in Berlin gab's dann glaub ich sogar schon die dritte On the Run. Beide nun völlig geoptet von diesem Mag, sitzend auf einem Berg von Berlin Fotos und nun auch ein paar Fotos ausm Ausland sagten Sie sich: "Lass ma auch nen Mag machen!" Sie setzten sich hin und klebten die Overkill #1 zusammen! Wo kam der Name her - von AMOK, welcher dann auch gleich das erste Logo an den Start brachte. Im Juni 1992 war es dann so weit. Der Prototyp war fertig und sie rannten damit in den freshen Kopierblitz in Schöneberg und raus kamen die ersten 50 Overkill , 24 Seiten dick, kopiert auf ganz geilem Papier und in den freshesten Farben - Schwarz & Weiß! Real Copyshop Style!!! Der Preis: 5 Maak! Mit dem ersten reinen Writing Magazin aus Berlin also gleich ab uff die nächste Jam. Plötzlich!: alle 50 Stück auf dieser Jam auf einmal verkauft! - Beide schieben mal wieder Optik! Wieder zurück in Berlin gleich noch mal in den Copyshop und weitere 250 Stück von der ersten Ausgabe gedruckt. Bei dieser zweiten Version gab es dann auch gleich ein neues Logo, diesmal von Odem. Der nächste Gedanke und der nächste Schritt war: "Ey die Fotos sind so burner, wir müssen sie in Farbe bringen!"

Im August 1992 kam dann schon die Overkill #2 heraus. Und sie hatten es geschafft: Die ersten beiden bunten Seiten waren am Start - Das Cover und die Rückseite.

Im März 1993 wurde Overkill #4 veröffentlicht. Bis zu diesem Zeitpunkt blieb alles beim alten. Die Ausgaben hatten weiterhin 24 Seiten, Cover und Rückseite waren jeweils farbig. Auch das erste Logo von Odem blieb bis dahin erhalten.

Mitte 1993 gab es dann eine Änderung. Einer der beiden Gründer von Overkill arbeitete erst einmal mit jemand anderem etwas näher an der nächsten Ausgabe zusammen. Da sich dies ein bischen hinzog brachten diese beiden erst einmal eine kleine Overkill Spezial Ausgabe heraus. Diese kleine Ausgabe kam im A5 Format und bestand aus 20 Seiten, hatte aber trotzdem sehr freshen Stuff an Skizzen und Pieces in sich.

August 1993 - Es war so weit! Overkill #5 erschien! Fresher denn je! Sie war nun 36 Seiten stark und besaß nun schon 4 Farbseiten. Der Clou war: Die Farbseiten waren gedruckt! Das verlieh den Pieces die auf diesen Seiten zu sehen waren eine ganz neue Freshness, einen ganz neuen Glanz und somit einen ganz neuen Burneffekt.

Die nächsten beiden Ausgaben Overkill #6 (Januar 1994) & Overkill #7 (September 1994) wurden wieder in der gleichen Weise fortgesetzt. Das einzige was sich dabei änderte, waren die Logos auf den Covern der Ausgaben. #6 hatte ein Logo von Phos und #7 ein neues Logo von Odem was sich übrigens bis heute in einer etwas modifizierten Version als Hauptlogo durchgesetzt hat.

1996 - eine Änderung, ein großer Schritt, ein neuer Anfang... Der andere der beiden Gründer von Overkill, welcher bei den Ausgaben 5 - 7 ein bisschen in den Hintergrund getreten war, fand es war nun an der Zeit nach einer Pause von zwei Jahren wieder eine neue Ausgabe von Overkill heraus zu bringen. Mit ein bisschen Hilfe eines Freundes wurde die neue Ausgabe nun zusammengestellt. Man muss an dieser Stelle erwähnen, das zu diesem Zeitpunkt die Auflage der letzten Ausgabe schon bis auf 2000 - 3000 Stück gestiegen war und sich der Name Overkill schon ganz schön verbreitet hatte.

Dies fürte nun zu einem großen Schritt: Die Overkill #8 wurde nun zum ersten mal komplett in einer Druckerei gedruckt. Nun konnten viel mehr Pieces als je zuvor in ihrer ganzen Originalität und ihren fresh burnenden Farben gezeigt werden. Die Druckqualität dieser Ausgabe war so fresh, das Overkill #8 bis heute eine der besten Ausgaben ist.

Overkill #9 erschien 1997.

1999 fanden die beiden Gründer wieder zusammen und Overkill #10 erschien. Für diese Jubiläumsausgabe wurde das Format etwas vergrößert und die Seitenzahl erhöhte sich auf 64 Seiten. Für den Inhalt von Overkill trat mit dieser Ausgabe auch eine bis jetzt immer beibehaltene Regelung in Kraft: Es wurden nur noch Pieces von Berliner Writern auf Berliner Zügen oder Wänden gezeigt. Diese Idee dazu kam von Mode2 der nämlich sehr treffend bemerkte: "Ihr habt so viele gute Writer in eurer Stadt und es werden so viele freshe Sachen produziert, das ihr keine Fotos aus anderen Städten zeigen müsst - zeigt lieber den anderen Städten, was bei euch abgeht!" WORD UP! So geschah es...

Millenium! Overkill #11 kommt Anfang des neuen Jahrtausends auf den Markt. Mit einer neuen Cover Idee, einem wundervollem Foto der Jazz Legende Miles Davis sollte diesmal ein bisschen Abstand von der Flut der Graffiti Magazine genommen werden, die sich bis dahin schon auf der ganzen Welt zu Hunderten verbreitet hatten. Die Frontseiten dieser ganzen Magazine sahen vom Inhalt der Darstellung nämlich alle gleich aus.

Im Oktober 2001 erschien die zur Zeit aktuelle Ausgabe Overkill #12. Die "Anti-Cover" Idee wurde hierbei mit einem großartigem Foto einer tiefen und einzigartigen Jungle Perspektive fortgesetzt. Diese Ausgabe wurde zum größten Teil von dem Berliner Writer Ruzd gestaltet, welcher auch ein Teil des Overkill Teams wurde. Zu unser gemeinsamen großen Trauer verstarb er am 29.08.2002. Berlin und auch Overkill verlor damit eines seiner besten neuen aufstrebenden Talente.

Overkill #13 wird ihm gewidmet sein.

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New Comments7 total

Hitzerot said

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frankbank said

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Chaffone said

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Nautilus said

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SchokoGipfel said

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Kold589 said

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BillyTheKid said

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